ECKDATEN ´26

DER DEUTSCHEN FITNESSWIRTSCHAFT

visitenkarte der Branche

Mit der Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ führt der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen einmal jährlich eine repräsentative Untersuchung zum deutschen Fitnessmarkt durch. Er wird dabei seit mehreren Jahren vom Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) unterstützt.

Die Eckdaten geben einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen der Fitness- und Gesundheitsbranche bezüglich Mitgliederzahlen, Anlagenstrukturen und weiterer Branchenkennzahlen. 

Pressevertreter wenden sich bitte an Alexander Wulf.

DSSV-Mitglieder können die Studie kostenlos im Mitglieder-Login herunterladen.

MITGLIEDERENTWICKLUNG

Neuer Höchststand: Über 12 Millionen Mitglieder
Zum 31. Dezember 2025 verzeichnen die Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland mit insgesamt 12,36 Millionen Mitgliedern den höchsten Mitgliederstand seit Beginn der Eckdatenstudie. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,65 Millionen Mitglieder bzw. 5,6 Prozent zu verzeichnen. Dieses Wachstum zeigt sich in allen Segmenten. Im Betrachtungsjahr zählt das Einzelsegment insgesamt 4,30 Millionen Mitglieder und verzeichnet damit einen Zuwachs von 0,17 Millionen im Vergleich zum Vorjahr (+ 4,1 %). Die Mitgliederzahl im Special-Interest-Segment steigt um 0,03 Millionen auf 0,47 Millionen, was einem Wachstum von 6,8 Prozent entspricht. Mit 7,59 Millionen Mitgliedern trainieren in Anlagen aus dem Kettensegment absolut betrachtet die meisten Mitglieder. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Mitgliederzahl in diesem Segment um 0,45 Millionen, was einem Zuwachs von 6,3 Prozent entspricht.

UMSATZENTWICKLUNG

Umsatz auf Rekordhoch
Im Jahr 2025 erwirtschaftete die deutsche Fitness und Gesundheitsbranche einen Gesamtumsatz von 6,25 Mrd. EUR (netto). Dies entspricht einem Anstieg von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Selbst unter Ausschluss der Anlagen, die aufgrund der technischen Erweiterung der Datengewinnung erstmals in die Grundgesamtheit aufgenommen wurden (2025 mod.), zeigt sich ein weiteres Umsatzwachstum auf 6,10 Mrd. EUR (netto). Dies unterstreicht die wirtschaftliche Stabilität der Fitness- und Gesundheitsbranche. Mit 3,17 Mrd. EUR (netto) verzeichnet das Kettensegment wie bereits im Vorjahr das stärkste Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr – sowohl absolut (+ 0,27 Mrd. EUR) als auch prozentual (+ 9,3 %). Mit einem Anteil von 50,7 Prozent am Gesamtumsatz der Branche erwirtschaftet das Kettensegment dabei im Betrachtungsjahr knapp mehr als die Hälfte. Im Jahr 2025 verzeichnet das Einzelsegment ein Umsatzwachstum von 0,13 auf 2,65 Mrd. EUR (netto). Damit hat das Einzelsegment einen Anteil von 42,4 Prozent am Gesamtumsatz. Anders als im Vorjahr wächst im Betrachtungsjahr auch der Umsatz im Special-Interest-Segment, und zwar um 0,03 Mrd. EUR auf insgesamt 0,43 Mrd. EUR (netto). Im Betrachtungsjahr werden somit 6,9 Prozent des Gesamtumsatzes im Special-Interest-Segment erwirtschaftet.

VERGLEICH DER MITGLIEDERSTÄRKSTEN TRAININGSFORMEN

Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft
Die Gesundheitswirtschaft zählt weiterhin zu den Wachstumsbranchen in Deutschland und besitzt somit eine erhebliche ökonomische Bedeutung (BMG, 2025). Als Teil des Zweiten Gesundheitsmarktes kann die Fitness- und Gesundheitsbranche hiervon stark profitieren. Der Zweite Gesundheitsmarkt umfasst alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit, darunter frei verkäufliche Arzneimittel, individuelle Gesundheitsleistungen, Angebote aus den Bereichen Ernährung, Gesundheitstourismus sowie Fitness und Wellness. Die Nachfrage nach individuellen, qualitativ hochwertigen Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen nimmt in der deutschen Bevölkerung stetig zu und die Zahl der Mitglieder in deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen steigt kontinuierlich.

ANLAGENENTWICKLUNG

Anlagenwachstum im Gesamtmarkt
Die Zahl der Anlagen im Gesamtmarkt liegt im Jahr 2025 bei 9.647, was einem Zuwachs von 520 Anlagen (+ 5,7 %) entspricht. Dieser Zuwachs ist zum einen durch einen methodischen Effekt zu erklären (siehe Hinweis), zum anderen aber auch Ausdruck des anhaltenden Wachstums des Fitnessmarktes, insbesondere im Einzel- und Kettensegment. Mit 4.202 Anlagen (Vorjahr: 4.104) verzeichnet das Einzelsegment im Betrachtungsjahr 2025 einen Zuwachs von 2,4 Prozent. 43,6 Prozent der Anlagen im Gesamtmarkt entfallen auf dieses Segment. Das Kettensegment umfasst 3.002 Anlagen (Vorjahr: 2.666). Mit einem Zuwachs von 12,6 Prozent verzeichnet das Kettensegment den größten Anstieg und vereint 31,1 Prozent der Gesamtmarkt-Anlagen unter sich. Zum Special-Interest-Segment zählen 25,3 Prozent der Anlagen. In diesem Segment steigt die Zahl der Anlagen im Betrachtungsjahr um 3,6 Prozent auf 2.443 (Vorjahr: 2.357). Dies ist eine Entwicklung, die sich trotz der rückläufigen Zahl an EMS-Anlagen in diesem Segment zeigt.

Entwicklung Reaktionsquote

Anteil an Fitnesstreibenden in der Bevölkerung nimmt weiter zu
Die Reaktionsquote beschreibt den Anteil der Gesamtbevölkerung, der Mitglied in Fitness- und Gesundheitsanlagen ist. Auch im Betrachtungszeitraum setzt sich der Aufwärtstrend fort. Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für ein Training in entsprechenden Einrichtungen und leisten damit einen aktiven Beitrag zu ihrer Gesundheit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Reaktionsquote um 1,0 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent der deutschen Bevölkerung (83,58 Millionen; Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 2025) zum 31. Dezember 2025. In der Zielgruppe der 15- bis 65-Jährigen (54,12 Millionen) erhöht sich der Anteil der Fitnesstreibenden auf 21,9 Prozent. Bislang wurde diese Altersgruppe als besonders relevant für Fitnessanlagen betrachtet. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der insgesamt hohen Lebenserwartung in Deutschland erscheint es jedoch sinnvoll, die relevante Zielgruppe nicht auf das 65. Lebensjahr zu begrenzen. Eine Betrachtung der Bevölkerung ab 15 Jahren ohne obere Altersgrenze gewinnt zunehmend an Bedeutung, da auch ältere Bevölkerungsgruppen aktiv in Fitness- und Gesundheitsanlagen trainieren. Die Reaktionsquote in der Bevölkerungsgruppe ab 15 Jahren liegt im Jahr 2025 bei 17,1 Prozent.

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