Erstellung eines Businessplans, Unternehmenskonzeptes

Das Unternehmenskonzept dient in erster Linie der Beantragung von Krediten und Fördermitteln. Mit dem Bericht beschreiben Sie ausführlich den Plan für Ihre Existenzgründung. Die Bank beurteilt auf Grundlage des  Unternehmenskonzeptes, ob das von Ihnen geplante Vorhaben realistisch ist, d. h. ob sich damit Ihre „Vollexistenz“ sichern lässt. Die nachfolgenden Ausführungen bieten Ihnen eine grobe Übersicht für die Gestaltung Ihres Unternehmenskonzeptes.


Ausgangslage

Kurze Beschreibung der Ausgangssituation.


Qualifikation der Antragsteller

Der Gesetzgeber sieht für das Betreiben einer Fitness- und Freizeitanlage keine speziellen Qualifikationen vor. Einschränkung: Förderprogramme werden nur bei ausreichender fachspezifischer und kaufmännischer Qualifikation des Antragstellers gewährt.

EMS-spezifische Qualifikation:

  • EMS-Trainer

Fachspezifische Qualifikationen sind z. B.:

  • Dipl. Sportlehrer/in oder Sportlehrer/in
  • Master bzw. Bachelor Fitnessökonom/in (DHfPG)
  • Gymnastik-Lehrer/in
  • Krankengymnast/in, Physiotherapeut/in
  • Fachsportler/in Fitness und Gesundheit dflv
  • BSA-Lizenzen
  • Lizenzierte/r Fitness-Trainer/in DSSV
  • Trainerlizenz A (DOSB)

Kaufmännische Qualifikationen sind z. B.:

  • Kaufmann/Kauffrau
  • Betriebswirt/in
  • Dipl.-Kaufmann/Dipl.-Kauffrau
  • Fitnessfachwirt/in
  • Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Standort- und Marktanalyse

Das freie Einwohnerpotential am geplanten Standort sollte mindestens 10.000 Einwohner (ohne Mitbewerber) umfassen. Auch wenn momentan fast 13 % der Deutschen in einem Fitness-Studio trainieren, empfehlen wir aus betriebswirtschaftlicher Sicht davon auszugehen, innerhalb eines definierten Einzugsgebietes ca. 10 % potentielle Kunden gewinnen zu können. Die Abgrenzung des Einzugsgebietes sollte nach der Fahrzeit erfolgen und gestaltet sich wie folgt:

  • unmittelbares Einzugsgebiet: 5 bis 8 Minuten Fahrzeit
  • mittelbares Einzugsgebiet: 8 bis 15 Minuten Fahrzeit
  • erweitertes Einzugsgebiet: ab 15 Minuten Fahrzeit

 

Analyse des Einzugsgebietes/Standort

  • Abgrenzung des Einzugsgebietes
  • Vor-und Nachteile des Standortes
  • Ermittlung der aktuellen Wirtschaftslage des Einzugsgebietes und der Zukunftsaussichten

Konkurrenzanalyse

  • Wer sind die Mitbewerber?
  • Stärken und Schwächen der Mitbewerber 
  • Kunden-/Mitgliederanalyse
  • Analyse des Nachfragepotentials, Zielgruppenbestimmung, Einwohnerstrukturanalyse nach Alter, Geschlecht, Kaufkraft etc.
  • Ein Teil der benötigten Daten sind bei den Gemeinden und statistischen Ämtern verfügbar.

Inhaltliche Konzeption

Handlungsleitfaden für EMS-Anbieter – Anwendungsmöglichkeiten und Preise für das Training
Wer sich erstmals mit dem EMS-Training beschäftigt, hat viele Fragen. Wie effektiv ist das Training eigentlich? Wie hoch sind die Kosten? Wie sieht es mit gesundheitlichen Aspekten aus? Tatsächlich werden diese Fragen von Seiten der wissenschaft, der Ausbildungsinstitute und zahllosen, langjährigen Betreibern hinreichend beantwortet: Es hängt alles davon ab, wie das EMS-Training angeboten wird! Wer überlegt, EMS professionell anzubieten, muss sich für ein funktionierendes Angebot mit einem entsprechenden Preismodell entscheiden. Tatsächlich gibt es hier einige wichtige Unterschiede zu beachten. Wie die Erfahrung der erfolgreichsten Konzepte zeigt, geht es beim EMS-Training nicht um die bloße Investition in ein Trainingsgerät. Denn das Trainingsangebot funktioniert am besten in einem spezifischen Betreuungsrahmen. EMS ist dabei vor allem eines: ein technologisch unterstütztes Personal Training. Warum das so ist, und aus welchen sinnvollen Trainingsformaten Sie wählen sollten, erfahren Sie in der Übersicht der denkbaren Anwendungsmöglichkeiten für das EMS-Training.

Weiterhin sind folgende Kriterien zu planen:

Zusatzangebot
Körperanalyse, Kleidung, Stoffwechseltraining, Ernährungsberatung

Öffnungszeiten
Anzahl der Öffnungstage pro Woche, Anzahl der Stunden pro Tag.

Investitionsaufwand / Ausstattung
Die Investitionen setzen sich hauptsächlich aus den nachfolgenden Punkten zusammen: Ausbau / Umbau, Makler, Mobiliar, EDV, Geräte, Musikanlage, Dekoration, Ausbildung, Umkleideschränke, Theke, Spiegel, Lichtanlage, Außenwerbung ggfs. Franchise- / Lizenzgebühren

Tipp: Es ist zu empfehlen, die Umbauten bei gemieteten Räumlichkeiten nicht selbst zu zahlen. Diese sollten vom Vermieter übernommen werden. Zu den Umbauten zählen unter anderem das Ziehen von Trennwänden, der Einbau von
Sanitäranlagen etc.

Gründungskosten
Setzen sich vorwiegend aus den Beratungskosten, den Kosten für Marketing und Werbung (Eröffnungswerbung) sowie sonstigen Gebühren zusammen.

Investitionsreserve
Sollte für unerwartete zu tätigende Investitionen bereitgehalten werden.


Räumliche Konzeption

  • Trainingsfläche (abhängig von der inhaltlichen Konzeption und dem Zusatzangebot)
  • Beratungsbereich
  • Umkleiden
  • Lager / Hauswirtschaftsraum
  • Büro
  • sanitäre Anlagen

Die Aufteilung der verschiedenen Flächen erfolgt je nach Größe und inhaltlicher Konzeption der geplanten Anlage. Ausgehend von einer durchschnittlichen Gesamtfläche ab 80 qm liegt der optimale Anteil der Trainingsfläche an der
Gesamtfläche je nach Konzept zwischen 30 und 50 %.


Investitionsplan

Der Investitionsplan stellt den Gesamtkapitalbedarf für Anschaffungen und für die Anlaufphase Ihrer Unternehmung dar. Er bildet die Grundlage für den Finanzierungsplan, den Sie mit Ihrer Hausbank erstellen.

Tipp: Kalkulieren Sie im Vorfeld der Planung eher etwas großzügiger, da in der Regel Nachfinanzierungen nicht möglich sind. Holen Sie Kostenvoranschläge ein, um Ihren Kapitalbedarf zu belegen.

Muster: Investitionsplan 


Investitionsplan

Der Investitionsplan stellt den Gesamtkapitalbedarf für Anschaffungen und für die Anlaufphase Ihrer Unternehmung dar. Er bildet die Grundlage für den Finanzierungsplan, den Sie mit Ihrer Hausbank erstellen.

Tipp: Kalkulieren Sie im Vorfeld der Planung eher etwas großzügiger, da in der Regel Nachfinanzierungen nicht möglich sind. Holen Sie Kostenvoranschläge ein, um Ihren Kapitalbedarf zu belegen.

Finanzierungsplan

Ihre Eigenmittel sind die Grundlage für eine solide Unternehmensfinanzierung. Existenzgründer sollten zwischen 15 und 20 % des Finanzierungsvolumens (grobe Richtgröße) als Eigenmittel einbringen.

  • Höhe der eigenen Mittel
  • Berechnung der Kreditbelastung
  • Finanzierung mit/ohne Fördermittel
  • Welche Sicherheiten können für die Kredite eingebracht werden

Muster: Finanzierungplan


Personalplanung

Erstellen Sie eine detaillierte Planung für die Teilbereiche:

  • Personalbedarf: Trainer, Personal Check-In und Theke etc.
  • Kosten der Personalbeschaffung
  • Kosten der Personalqualifikation
  • Personaleinsatz

Marketingkonzept

Stellen Sie mittels eines detaillierten Marketing- und Werbeplans dar, wie Sie die prognostizierten Mitglieder erreichen wollen. Legen Sie fest, welche Inhalte an welche Zielgruppen kommuniziert werden sollen. Besonders wichtig: Konzentrieren Sie Ihre Werbeaussagen auf maximal ein bis zwei wesentliche Punkte. Das Marketingkonzept sollte folgende Punkte umfassen:

  • Situationsanalyse
  • zeitliche Planung
  • Einsatz der verwendeten Mittel
  • Art der Marketingmaßnahmen
  • Marketing-Controlling

Berücksichtigen Sie in Ihren Planungen auch ein entsprechendes Budget für das Eröffnungsmarketing. Ist dieses zu knapp bemessen, verpuffen die Aktionen


Umsatz- und Kostenvorschau

Erstellung der Umsatz- und Kostenvorschau für die ersten drei Geschäftsjahre auf Monatsbasis.

Muster: Mitgliederentwicklung/Umsatzvorschau
Muster: Kostenvorschau