Stand:23.06.2020 | 10:00 Uhr

Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV)

 

Informationen zum Betrieb des Wellnessbereiches:

Zur Inbetriebnahme des Wellnessbereiches hat das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ein Rahmenhygienekonzept erstellt, welches Voraussetzungen und Maßnahmen beschreibt. Dem DSSV wurde persönlich bestätigt, dass dieses Konzept auch für Fitnessstudios gilt. 

Das Rahmenhyginekonzept für den Wellnessbereich finden Sie hier.

3.8 In den Saunakabinen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Sitzplätzen einzuhalten; diese werden entsprechend markiert. Gäste müssen auf einer Unterlage sitzen. Saunakabinen werden nur mit einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius in Betrieb genommen Aufgüsse finden ohne Aufgussverteilung („Wedeln“) statt

 

Corona-Pandemie: Rahmenhygienekonzept Sport

Im Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wird für die Ausarbeitung und Umsetzung von individuellen Schutz- und Hygienekonzepten im Bereich des Sports (§ 9 der 6. BayIfSMV) der nachfolgende Mindestrahmen vorgegeben. Für Betreiber oder Veranstalter, die nach der 6. BayIfSMV zur Erarbeitung eines solchen Konzepts verpflichtet sind, ist dieser Mindestrahmen verbindlich. Für sportartspezifische Regelungen können die Leitplanken des DeutschenOlympischen Sportbundes (DOSB) e. V. und die Rahmenkonzepte der jeweiligen Spitzenfach-verbände als Grundlage dienen, die jedoch in Einklang mit den Voraussetzungen der 6. BayIfSMV zu bringen sind.

1. Organisatorisches

a) Die Betreiber von Sportstätten oder die Veranstalter, die nach der 6. BayIfSMV zur Erarbeitung eines Schutz- und Hygienekonzepts verpflichtet sind, erstellen ein standort- und sportart spezifisches Schutz- und Hygienekonzept unter Beachtung der geltenden Rechtslage und der allgemeinen Schutz- und Hygieneauflagen, das auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen ist.

b) Soweit in einer Sportstätte oder während einer Veranstaltung gastronomische oder andere Angebote gemacht werden, gelten die entsprechenden Regelungen und Rahmenhygienekonzepte. Die Verantwortung zur Einhaltung der allgemeinen Voraussetzungen gemäß 6. BayIfSMV trägt der Betreiber oder Veranstalter.

c) Die Betreiber von Sportstätten schulen Personal (Trainer/Übungsleiter u. a.) und informieren Sporttreibende über allgemeine und spezifische Hygienevorschriften. Personenmit akuten respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere sind vom Sportbetrieb ausgeschlossen. Die Information über Ausschlusskriterien (vgl. 2. b) ist über entsprechende Aushänge bereits vor Betreten der Sportanlage sicherzustellen.

d) Betreiber und Veranstalter kommunizieren die Notwendigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen.

e) Die Betreiber von Sportstätten kontrollieren die Einhaltung der standort- und sportartspezifischen Schutz- und Hygienekonzepte und ergreifen bei Nichtbeachtung entsprechende Maßnahmen. Gegenüber Personen, die die Vorschriften nicht einhalten,wird konsequent vom Hausrecht Gebrauch gemacht. Soweit die Betreiber von Sportstätten ihre sich aus den Konzepten ergebenden Pflichten durch geeignete Maßnahmen (z. B. vertragliche Nutzungsvereinbarung) auf Nutzer übertragen, haben sie stichprobenartig die Erfüllung zu kontrollieren.
 

2.Generelle Sicherheits- und Hygieneregeln

a) Im In- und Outdoorsportstättenbereich, einschließlich Sanitäranlagen, sowie beim Betreten und Verlassen der Sportstätten ist das Mindestabstandsgebot möglichst zu beachten. Die Gruppengröße ist entsprechend den standortspezifischen Gegebenheitenanzupassen, ggf. ist die Teilnehmerzahl entsprechend zu begrenzen.

b) Ausschluss vom Sportbetrieb in Sportstätten für

- Personen mit Kontakt zu COVID -19- Fällen in den letzten 14 Tagen

- Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere

Die Nutzer von Sportstätten/Sportanlagen (indoor und outdoor) sind vorab in geeigneter Weise über diese Ausschlusskriterien zu informieren (z. B. durch Aushang). Sollten Nutzer von Sportstätten-/ Sportanlagen während des Aufenthalts Symptome entwickelnwie Fieber oder Atemwegsbeschwerden, die für COVID-19 typisch sind, so haben diese umgehend das Sportgelände zu verlassen.

c) Sporttreibenden werden ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife und Einmal-handtücher bereitgestellt. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern auszustatten. Die Teilnehmer sind mittels Aushängen auf die regelmäßige Händehygiene hinzuweisen.

d) Schutz- und Hygienekonzepte für Sportstätten müssen auch über ein Reinigungs- und Nutzungskonzept sowie über ein Lüftungskonzept von Sanitäranlagen verfügen. WC-Anlagen sind darin gesondert auszuweisen. Auf die Einhaltung des Mindestabstandsist zu achten, z. B. durch die Nicht-Inbetriebnahme von jedem zweiten Waschbecken, Pissoir o. Ä. Zwischen Waschbecken und Duschen ist ein wirksamer Spritzschutz erforderlich. In Mehrplatzduschräumen müssen Duschplätze deutlich voneinander getrennt sein. Mehrplatzduschen sind außer Betrieb zu nehmen oder durch Trennwändevoneinander zu separieren. Die Lüftung in den Duschräumen sollte ständig in Betriebsein, um Dampf abzuleiten und Frischluft zuzuführen. Die Stagnation von Wasser inden außer Betrieb genommenen Sanitäranlagen ist zu vermeiden.

e) Haartrockner dürfen benutzt werden, wenn der Abstand zwischen den Geräten mindestens 2 Meter beträgt. Die Griffe der Haartrockner müssen regelmäßig desinfiziertwerden. Die Nutzung von sog. Jetstream-Geräte ist nicht erlaubt.

f) Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands genutzt werden.

g) Bei Trainings/Sportangeboten, die als Kurse mit regelmäßigen Terminen abgehaltenwerden, ist darauf zu achten, dass die Teilnehmer einem festen Kursverband zugeordnet bleiben, der möglichst von einem festen Kursleiter/Trainer betreut wird.

h) Für Indoorsportanlagen (geschlossene Räumlichkeiten) hat das Schutz- und Hygienekonzept zwingend auch ein Lüftungskonzept zu enthalten. Darunter fallen insbesondere (Vereins-)Sporthallen, Fitnessstudios, Kletterhallen und Tanzstudios. Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängigvon der Raum-/Hallengröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglich-keiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Personen dienen,sind zu nutzen. Bei eventuell vorhandenen Lüftungsanlagen ist darauf zu achten, dasses zu keiner Erregerübertragung kommt, z. B. durch Reduzierung des Umluftanteils,Einbau bzw. häufigen Wechsel von Filtern. Sind Lüftungsanlagen vorhanden, so sinddiese mit möglichst großem Außenluftanteil zu betreiben. Auf einen ausreichenden Luftwechsel ist zu achten.


3. Umsetzung der Schutzmaßnahmen:

Vor Betreten der Sportanlage

a) Nutzer von Sportanlagen sind per Aushang o. Ä. darauf hinzuweisen, dass bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber das Betreten der Sportanlage untersagt ist. Die Veranstalter und Sportanlagen-betreiber sind darüber hinaus weder berechtigt noch verpflichtet, in diesem Zusammenhang eigenständig Gesundheitsdaten der Nutzer zu erfassen.

b) Die Nutzer von Sportanlagen sind über das Abstandsgebot und über die Reinigung der Hände mit Seife und fließendem Wasser zu informieren.

c) Die Nutzer von Sportanlagen sind darauf hinzuweisen, dass sie außerhalb des Trainings in geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie in Sanitärbereichen (WC-Anlagen) eine geeignete Mund- Nasen-Bedeckung zu tragenhaben.

4. Umsetzung der Schutzmaßnahmen: Outdoorsportbetrieb (an der frischen Luft)

a) Durch Zugangsbegrenzungen und organisatorische Regelungen wird gewährleistet,dass die standortspezifische maximale Belegungszahl einer Sportstätte zu keinemZeitpunkt überschritten und das Mindestabstandsgebot möglichst beachtet wird. Warteschlangen sind durch geeignete Vorkehrungen des Sportanlagenbetreibers zu vermeiden.

b) Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19- Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit An-gaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail -Adressebzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes zu führen. Eine Übermittelung dieser Informationen darf ausschließlich zum Zweck der Auskunftserteilung auf Anforderung gegenüber den zuständigen Gesundheitsbehörden erfolgen. Die Dokumentation ist so zu verwahren, dass Dritte sie nicht einsehen könnenund die Daten vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust oder unbeabsichtigter Veränderung geschützt sind. Die Daten sind nach Ablauf eines Monats zu vernichten. Die Sportanlagennutzer sind bei der Datenerhebung entsprechend den Anforderungen an eine datenschutzrechtliche Information gemäß Art. 13 der Verordnung (EU) 2016/679 in geeigneter Weise über die Datenverar-beitung zu informieren.

c) Der Betreiber einer Sportanlage hat die Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen zu gewährleisten.

d) Die Sportausübung erfolgt grundsätzlich kontaktlos; davon ausgenommen istSportausübung, für die gemäß BayIfSMV eine gesonderte Regelung gilt ( z. B. Tanz-sport mit einem festen Partner).

5. Umsetzung der Schutzmaßnahmen:Indoorsportbetrieb (in geschlossenen Räumen)

Darunter fallen insbesondere (Vereins-) Sporthallen, Fitnessstudios, Kletterhallen undTanzstudios.

In Ergänzung zu den Auflagen des Outdoorsportbetriebs sind folgende Zusatzvoraussetzungen zu beachten:

a) Gruppenbezogene Trainingseinheiten/-kurse werden indoor auf höchstens 60 Minutenbeschränkt. Danach ist ein vollständiger Frischluftaustausch zu gewährleisten.

b) Zwischen verschiedenen gruppenbezogenen Trainingseinheiten/-k ursen ist die Pau-sengestaltung so zu wählen, dass ein vollständiger Frischluftaustausch stattfindenkann.

c) Die Obergrenze an zulässigen Personen in einer Sportanlage steht in Abhängigkeit zuein em standortspezifisch konkret zur Verfügung stehenden Raumvolumen und denraumlufttechnischen Anlagen vor Ort. Der Außenluftanteil sollte so weit wie möglicherhöht werden.

d) Die Nutzer von Indoorsportanlagen haben in geschlossenen Räumlichkeiten stets einegeeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ausgenommen bei der Ausübung dersportlichen Aktivität.

6.Umsetzung der Schutzmaßnahmen: Schwimmbadbetrieb

Für die Wiederaufnahme des Schwimmbadbetriebs (Hallen- und Freibäder) wird auf das„Rahmenkonzept Bäder“ verwiesen, das durch die Staatsministerien für Wirtschaft, Lan-desentwicklung und Energie sowie für Gesundheit und Pflege bekannt gemacht wurde